Westweg

Der Westweg der den Schwarzwald von Nord nach Süd bzw. von Pforzheim nach Basel durchläuft ist einer der bekanntesten Fernwanderwege in Deutschland. Der Weg ist durchgängig mit einer Roten Raute gekennzeichnet. Auf der Website des Schwarzwald Tourismus gibt es die Beschreibungen der 12 Etappen und auch die GPX Dateien für Garmin zum Download.

Goldene Pforte Pforzheim

Von Stuttgart aus ist Pforzheim mit dem IRE der Bahn in nur 30 Minuten erreichbar. Der eigentliche Weg startet am Kupferhammer an der Goldenen Pforte. Es geht gleich steil hinauf auf schmalen Pfaden, immer wieder führt der Weg auf und ab und lässt so gut wie keinen Berg aus. Zwischen Birkenfeld und Neuenburg verläuft der Weg entlang der Enz. Dann hinauf zum Schloss Neuenburg und wieder steil hinab auf einer alten Steinstraße. Noch einmal hinauf dann verläuft der Rest der Etappe durch weite ausgedehnte Wälder. Kurz vor Dobel kommt der Weg an der imposanten Felsformation Volzener Steine vorbei. Sobald sich der Wald öffnet liegt Dobel vor einem, ein kleiner Ort auf einer Anhöhe im Schwarzwald.

Sonnentor Dobel

Nachdem sich das Wetter gestern noch zurückgehalten hat geht es am nächsten Tag gleich mit Blauem Himmel los. Die Sonne brennt den ganzen Tag auf den Wanderer. Am Ende von Dobel steht das Sonnentor Dobel. An all diesen Toren sind Stempelstellen an denen sich der Westweg Wanderer seine Wanderkarte abstempeln kann. Die Etappe verläuft viel durch Wald und bietet immer wieder tolle Aussichten – leider aber aufgrund des Wetters ohne richtige Fernsicht. In Kaltenbronn gibt es die Möglichkeit zu rasten. Im dortigen Lokal ist aufgrund des Pfingstwochenendes jede Menge los. Hinter Kaltenbronn geht es steil hinauf zum Hohlohturm und dem Hohlohsee. Auf Holzbohlen führt ein schöner Weg durch das Hochmoor.

Holzstege durch das Hochmoor

Kurz dahinter der Aussichtsturm und weiter durch dichte Wälder bis zum exponierten Latschigfelsen mit seiner kleinen Hütte und einer tollen Aussicht auf Forbach und das Murgtal. Der Blick reicht bis nach Gaggenau.

Badener Höhe

Nun geht es steil in schmalen Serpentinen hinab nach Forbach. Am Hexenbrunnen geht es noch einmal hinauf zum Panoramaweg mit schönen Ausblicken auf die Stadt. Unten angekommen steht das Murgtaltor und der nächste Stempel kommt hinzu.

Murgtaltor Forbach

In der Nacht zog ein Gewitter über Forbach. Am Morgen brennt die Sonne dann wieder und es geht auch gleich steil hinauf bis zur Schwarzenbach Talsperre. Von oben dann schöne Blicke über die Talsperre. Weiter oben liegt noch der Herrenwieser See etwas abseits vom Weg.

Schwarzenbach Talsperre

Nun geht es immer weiter hinauf bis auf die Badener Höhe – die 1.000 m Höhenmarkierung wird hier erstmals überschritten. Von dort oben hat man eine sehr schöne Aussicht in alle Richtungen bis weit in die Rheinebene hinein. Der Weg führt weiter über Sand, Hundseck bis nach Unterstatt. Im dortigen Berggasthof gibt es sehr schöne Zimmer und der Blick schweift von der Terasse weit in die Ferne. Der Gasthof liegt direkt an der Schwarzwald Hochstraße, nachts ist es hier jedoch wunderbar ruhig. Der Gasthof war voll und es war ein schöner gemütlicher Abend.

Mummelsee

Die nächste Etappe gilt als eine der längsten und anstrengendsten Etappen des Westweges. Sowohl die Länge der Etappe wie auch die Höhenmeter sind beachtlich. Erstmal hinauf auf die Hornisgrinde (1163 m) mit seinem Funkturm dann hinunter zum Mummelsee. Am Parkplatz steht schon der erste Reisebus mit Touristen und die Buden haben geöffnet um Andenken jeglicher Art zu verkaufen. Am Mummelsee steht auch das nächste Tor, das Mummelseetor Seebach.

Mummelseetor Seebach

Der Westweg folgt nun in weiten Teilen der Schwarzwald Hochstraße und bietet schöne Ausblicke in die Ferne. Es geht immer wieder auf und ab entlang des Schwarzwälder Kammes durch die schöne Grinden Landschaft oder durch dichte Wälder hinauf auf den Schliffkopf (1055 m) mit seinem Wellness Hotel. Im Westen ziehen die Wolken immer dichter heran und der Himmel wird immer dunkler. Ein Unwetter zieht herauf. Schon bald ist das erste Donnergrollen zu hören und die Beine werden bei jedem neuen Anstieg schwerer. Dafür werde ich immer wieder mit herrlichen Aussichten belohnt auch wenn ich nicht viel Zeit habe die Aussicht zu genießen. Ich möchte noch vor dem eigentlichen Gewitter in Kniebis sein. Irgendwann ist es dann soweit – die Regenjacke wird gebraucht.

Heilklimapforte Freudenstadt-Kniebis

An der Alexanderschanze geht es hinab nach Kniebis mit der Heilklimapforte. Dann ab in meine Unterkunft. Dort verbringe ich den folgenden Tag da das Wetter sich nicht bessert.

Die nächsten beiden Etappen sind etwas kürzer als die bisherigen. Die 5. Etappe führt eigentlich bis nach Hark. Ich verlängere über eine Variante des Westweges zum Brandenkopf um dort im Wanderheim des Schwarzwaldvereins zu übernachten. An der Alexanderschanze sind anfangs noch die Schäden von Lothar zu sehen bis der Weg sich dann wieder im ständigen auf und ab in dichte Wälder verliert.

Der Regen hört bald auf und mit aufkommender Sonne gibt es dann an vielen Stellen eine sehr schöne Fernsicht bis weit ins Rheintal und auf die Vogesen. Auf der linken Seite liegt der Glaswaldsee in der Tiefe. Rundherum nichts als dichter Wald. Mitten im Wald an einem Wanderparkplatz dann das Freiersberger Tor.

Freiersberger Tor

Erst in Hark öffnet sich der Wald und Kühe stehen auf saftigen Weiden. Unten etwas abseits vom Weg liegt der Harkhof. Ich wandere weiter bis zum Kreuzsattel. Kurz danach ist die Abzweigung vom eigentlichen Westweg zum Brandenkopf. Ein lohnenswerter Abstecher. Langsam aber stetig geht es hinauf auf den Brandenkopf (945 m) mit seinem Aussichtsturm.

Wanderheim Brandenkopf

Die 6. Etappe führt hinab nach Hausach. Aber dazu führt der Weg immer wieder auf und ab und lässt keinen Berg aus. Dafür hat man immer wieder tolle Aussichten in die Täler links und rechts des Weges. An der Hohenlochenhütte gibt es Zitronentee und Kuchen. Ich gönne mit eine kleine Pause und genieße die Aussicht. Beim Osterbachsattel öffnet sich der Wald wieder und der Weg führt durch saftige grüne Wiesen mit Blick ins Vordertal.

Blick ins Vordertal bei Hausach

Unten liegt der Käppelehof mit der Wendelinuskapelle. Jetzt ist es nicht mehr weit bis Hausach. Mitten im Wald dann das Weiße Kreuz. Hier trifft der Jakobsweg auf den Westweg und es geht gemeinsam hinunter nach Hausach. Am Spitzfelsen dann eine wunderbare Aussicht auf Hausach und auf Wolfach.

Blick auf Wolfach

Jetzt nur noch abwärts und in der Nähe des Bahnhofs im Kinzigtaltor den letzten Stempel abholen.

Kinzigtaltor Hausach

Nach Hause geht es gemütlich mit der Bahn über Alpirsbach, Freudenstadt, Herrenberg und Böblingen.

Mit allen Abstechern bin ich in diesem 6 Etappen insgesamt 150 km gewandert. Aber entscheidender sind die Höhenmeter die ich aber gar nicht erst gezählt habe.





Von der letzten Etappe ging leider der GPX Track verloren.