Hasbruch – Der Alte Wald

Ein heißer Sommertag – das beste Ziel für einen Ausflug ist ein Wald. Gut dass 30 Minuten von Bremen entfernt einer der letzten großen Wälder Europas liegt, der Hasbruch. Seit 1830 liegen Teile dieses Waldes brach und haben einen Urwald erzeugt in dem der Mensch nicht mehr eingreift. Hier finden sich einige 1000-jährige Eichen. Leider sind nur noch wenige von ihnen übrig. Diese Rundwanderung führt an den interessantesten Sehenswürdigkeiten vorbei und verspricht weitgehend Schatten.

Der Rundweg startet südwestlich von Bockholzberg am ehemaligen Gasthof „Am Hasbruch“. Direkt am Wald liegt ein schattiger Waldparkplatz. Auf Tafeln werden die verschiedenen Wege durch den Wald vorgestellt. Unser Weg führt nicht direkt in den Wald hinein sondern führt erstmal südlich am Waldrand entlang.

Am Waldende wenden wir uns auf dem nächsten Weg nach rechts. Nach ca. 600 m geht es wieder in den Wald. Wenig später sehen wir auf der linken Seite die Überreste der „Dicken Eiche“. Von ihr ist nicht mehr viel übrig seit sie 1923 durch einen durch eine unachtsam weggeschmissene Zigarettenkippe vernichtet wurde. Sie hatte einen Umfang von 11 m und einen Durchmesser von 3,5 m.

Der Weg führt weiter durch den Wald bis auf der rechten Seite die „Amalien-Eiche“ ausgeschildert ist. Bis 1982 war sie die größte Eiche im Hasbruch. Sie hatte einen Umfang von 10 m und einen Durchmesser von 3 m. Ihr Alter wurde auf 1.250 Jahre geschätzt. Viel ist von ihr heute nicht mehr zu erkennen.

Von hier aus gibt es die Möglichkeit auf dem Urwaldpfad westlich durch den Wald zu wandern. Ich nehme heute den südlichen Bogen über den Krummen Weg und mache damit einen Abstecher zum Klingenberg-Teich.

Der Klingenberg-Teich liegt ruhig im südlichen Teil des Hasbruchs am Krummen Weg. Diesem breiten Weg folgen wir gen Westen bis zum Falkenburger Weg.

In der Nähe der Japdhütte überqueren wir zum ersten Mal die Brookbäke. Dieser Wasserlauf wird noch einige Male auf kleinen Holzbrücken überquert.

Der Weg führt durch den Urwald in hohem Bogen in Richtung Westen. Von rechts mündet der Urwaldpfad in den Weg der seinen Anfang an der Amalien-Eiche genommen hat.

Es geht weiter in Richtung Westen bis auf der rechten Seite ein schmaler Pfad gen Norden in den Wald abzweigt. Dieser Weg führt zur letzen der alten Eichen die es noch im Hasbruch gibt, der „Friederiken-Eiche“.

Diese Eiche ist wirklich imposant. Sie ist die letzte noch lebende 1000-jährigen Eichen des Hasbruchs und mit 1.200 Jahren die zweitälteste Eiche in Deutschland. Es ist beeindruckend vor dieser Eiche zu stehen die in ihrer vollen Pracht dasteht. Wie viele Lebensformen mag es auf diesem riesigen Baum wohl geben?

Der Pfad führt weiter durch den Urwald bis zum nächsten Querweg. Nach etwa 300 m befindet sich neben der Brookbäke eine weitere alte Eiche die ebenfalls einen Abstecher lohnt. Anschließend gehen wir einen Teil des Weges wieder zurück um dann nach Norden in einen grasbewachsenen Weg abzuzweigen. Auf der rechten Seite taucht der Falke-Teich auf den wir teils umrunden. Auf beiden Seiten gibt es schöne versteckte Bänke um eine kleine Rast einzulegen.

Nachdem wird die Brookbäke ein weiteres mal überqueren geht es anfangs über einen schmalen Pfad und dann weiter auf einem bequemen Waldweg.

Im Dickicht entdecke ich ein Schild zu einem Melkhus. Wie ich später rausfand handelt es sich um das Vielstedter Melkhus das etwa 800 m Richtung Norden liegt. Wer die Zeit hat sollte diesen Abstecher einplanen. Ich hatte das Melkhus im Rahmen meiner Recherchen im Anschluss mit dem Auto besucht und wurde durch frischen Joghurt und Buttermilch belohnt. Auch leckeres Melkhus Eis ist dort zu haben. Wie mir die Besitzerin sagte gibt es am Wochenende auch leckere Kuchen. Für die Kinder gibt es einen großen Kettcar Fuhrpark.

Für alle die meinem Weg weiter folgen geht es einem östlichen Bogen zum Hohenbökener Weg den wir an der Kreuzeiche erreichen. Ein noch relativ junger Baum und die Bank ist auch zugesichert so dass eine Rast hier nicht möglich ist. Jetzt geht es nur noch links ab um dem Hohenbökener Weg in nordöstlicher Richtung zum Ausgangspunkt zu folgen. Damit schließt sich dieser schöne Rundweg durch den Hasbruch.

Streckenlänge: 10 km

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