EIBIA Weser Dörverden

Die EIBIA GmbH hatte im Krieg bei Dörverden eine Pulverfabrik betrieben. Neben den Anlagen in Dörverden gibt es noch ehemalige Grundstücke bei Bomlitz und bei Liebenau an der Weser.

Die Anlagen bestehen weitgehend nur noch aus Trümmern. Einige Gebäude sind noch begehbar, sind allerdings in schlechtem Zustand. Andere liegen komplett in Trümmern und sind längst überwachsen. Einige wurden komplett abgerissen und haben Platz gemacht für ein Industriegelände.

Die vorliegende Wanderung versucht möglichst viele der noch vorhandenen Ruinen einzubeziehen. Als Ausgangspunkt habe ich einen kleinen Parkplatz an der Diensthoper Straße bei den Bahngleisen gewählt. Wir erkunden erst den östlichen Teil der in Richtung Diensthop liegt. Dazu queren wir die Bahngleise.

Vorbei an einem urgeschichtlichem Grabhügel geht es in den Wald. In diesem Wald konnte ich noch 3 relativ gut erhaltene Gebäude ausfindig machen. Den Rest des Weges markieren nur noch vereinzelte Trümmer. Die Wege abseits des Hauptweges sind in sehr schlechtem Zustand.

Zurück zum Parkplatz geht es auf dem gleichen Weg. Am Parkplatz folgen wir der Diensthoper Strasse. Wir queren ein Bahngleis des neuen Industrieparks und zweigen wenig später nach links in den Moorweg ein. Dieser führt auch zum Wofspark Dörverden.

Nach 500 m zweigt ein Weg nach links in den Wald. So erreichen wir erneut das Industriegleis an einem Übergang mit Andreaskreuz. Es geht weiter in den Wald bis wir an einem weiteren Gleis ankommen. Hier folgen wir dem Weg nach rechts bis wir die Filterstation 113 erreichen.

Sie ist das größte noch erhaltene Gebäude auf dem Gelände. Auf der einen Seite ist es offen. Mit etwas Geschick kommt man ins Gebäude hinein und kann die Treppen in die oberen Stockwerke nehmen.

Hinter dem Gebäude nehmen wir den Weg nach links. Er führt uns vorbei an weiteren Mauerresten erneut an die Bahnlinie. Hier liegen mehrere Gleise nebeneinander. Wir folgen dem Weg nach links queren die Bahngleise an einem etwas sichereren Übergang.

Auf der anderen Seite geht es zurück bis zu einem Tor. Links im Wald liegen erneut Reste einer Ruine. Der weitere Weg verläuft immer parallel zum Zaun eines ansässigen Unternehmens. Am Heisenhof waren vor ein paar Jahren noch ein paar interessante Gebäude. Diese wurden mittlerweile alle abgerissen.

Am Tor zum Heisenhof nehmen wir daher den Weg nach links. Vorbei an einem ehemaligen Teich kommen wir auf eine offene Fläche. Der von mir beschriebene Weg führt auf kaum erkennbaren Pfaden durch den Wald. Von Jahr zu Jahr wachsen die Wege weiter zu.

Trafostation 120/4

Nachdem wir erneut einen der Hauptwege erreichen treffen wir auf 2 interessante Gebäude. Einerseits die ehemalige Trafostation 120/4, eine Elektrizitätsumspannstation für den Pulverproduktionsbereiche.

Wenig später treffen wir auf das ehemalige Aufenthaltsgebäude 451/13. Es handelte sich um ein Sozialgebäude für Arbeitskräfte im Pulverproduktionsbereich mit Umkleide- Wasch- und Speisegebäude mit Luftschutzkeller.

Aufenthaltsgebäude 451/13

Im vor uns liegenden Gelände wurden die meisten Gebäude gesprengt. Immer wieder treffen wir auf Trümmer die bereits dicht bewachsen sind. Einige dieser Trümmerfelder liegen direkt am Wegesrand andere sind versteckt im Wald zu finden.

Es lohnt sich hier mal den Weg zu verlassen. Doch Vorsicht, ohne es zu merken steht man manchmal auf einem alten Gebäuderest. Das kann auch mal gefährlich werden. Neben den hier gezeigten Fotos gibt es mehr Material im unten verlinkten Fotoalbum.

Hinter dem letzten Trümmerfeld erreichen wir die Sanddüne. Das Gelände wird heute teilweise vom THW genutzt. Hinter dem Sandgelände geht es erneut in den Wald hinein. Allerdings sind hier weniger Trümmelreste zu finden,

An einer Lichtung stehen 2 Gebäude die wohl nur Attrappen darstellen. Wir umrunden die offene Lichtung und treffen noch einmal auf einen größeren Mauerrest. Den Rest des Weges wandern wir durch den dichten Wald.

Einmal treffen wir noch auf das Bahngleis bevor wir den Wald direkt am kleinen Parkplatz verlassen. Eine etwas andere Tour geht zu Ende, nichts für jeden. Aber wer an alten Ruinen interessiert ist wird auf diesem Gelände fündig werden.

Fotoalbum