Siebenbürgen

In diesem Jahr war ich im Sommer in Rumänien unterwegs. Ein fantastisches unterschätztes Reiseland. Mit dem Auto ging es von Bremen über Dresden nach Polen. Dann weiter in die Slowakei und über Ungarn schließlich nach Rumänien.

In Rumänien war ich meist abseits der Hauptrouten unterwegs auch wenn ich einige touristische Highlights natürlich nicht auslassen konnte. Der Schwerpunkt meiner Reise lag in der Weite von Siebenbürgen oder auch als Transsilvanien bekannt sowie auf den einsamen Straßen durch die Karpaten.

Etliche einsame Pässe habe ich in den Karpaten befahren. Dabei war die erhöhte Bodenfreiheit und der Allrad meines VW Tiguan sehr hilfreich. Aber auch auf den unwegsamen Nebenstraßen in Siebenbürgen die sich oft als Feldwege entpuppten hat sich der Wagen gut bewährt.

Neben den vielen Begegnungen mit der Tierwelt gehörte die Begegnung mit einem Bären zu den Highlights der plötzlich am Straßenrand auftauchte.

Während meiner 3-wöchigen Reise durch Siebenbürgen und die Karpaten hatte ich auch einige kleine Wanderungen. An dieser Stelle möchte ich euch 3 dieser Wanderungen kurz vorstellen.

 

Lac Saint Anna

Der Gebirgssee Saint Anna liegt im Osten von Siebenbürgen am Rande der Karpaten. Die Anreise führt auf schmalen gut ausgebauten Straßen mit schönen Ausblicken. Das letzte Stück ist gebührenpflichtig. Alternativ kann man seinen Wagen oben an einem Parkplatz neben einem Campingplatz abstellen.

Vom unteren Parkplatz führt ein Weg zum See. Dieser liegt in einem Talkessel des Naturschutzgebietes. Hier gibt es die Möglichkeit etwas zu essen und zu trinken. Die kleine Wanderung rund um den See dauert eine knappe Stunde und führt auf schmalen Wegen direkt am Wasser entlang.

Am Nordostrand liegt eine kleine Kapelle auf einer kleinen Anhöhe. Von dort hat man eine schöne Aussicht über den See. Eine Tafel informiert in verschiedenen Sprachen über die Geschichte der Kapelle. Bei der Wanderung in dieser Region solltet ihr auf Bären achten die in den Wäldern leben. Eine Tafel am Startpunkt gibt entsprechende Hinweise. Aber keine Angst die Bären kommen normalerweise nicht in die Nähe von Menschen.

 

Naturschutzgebiet Mohos Bog

Ganz in der Nähe der vorher genannten Wanderung liegt das kleine Moor „Mohos Bog“. Durch das Moor führt ein hölzerner Steg. Dieser führt vorbei an kleinen Moorseen. Neben gut ausgebauten Holzstegen gibt es auch Etappen bei denen nur einzelne Bretter verlegt sind. Da kann es auch mal etwas feucht sein.

Der Weg durch das Naturschutzgebiet sollte nur mit einer Führung begangen werden. Diese werden regelmäßig angeboten. Dabei bekommt man viele Informationen wenn man denn rumänisch versteht. Auch die vielen Tafeln auf denen die Pflanzen erklärt werden sind leider nur in rumänisch.

 

Burgruine Sachiz

Südöstlich von Schäßburg liegt der kleine Ort Sachiz an der DN13. In Sachiz steht eine sehr schöne Kirchenburg. Es gibt auch ein schönes kleines Hotel am Ort das ich empfehlen kann. Oberhalb des Ortes liegt eine Burgruine die weniger bekannt ist. Ein Besuch lohnt aber auf jeden Fall.

Vom Ort aus führt eine Straße hinauf. Die ist vielleicht nicht für jedermann geeignet. Etwas holprig geht es auf rumänischen Straßen nun mal zu. Da nicht viele mit dem Auto zum Einstieg des Weges hinauf fahren kann man ruhig auch zu Fuß vom Ort aus hinauf wandern.

An der Beschilderung zur Burg führt ein schmaler Pfad durch die Wiesen hinauf. Es lohnt regelmäßig ein Blick zurück ins Tal. In der Ruine gibt es einiges zu entdecken. Kleine Türme und Torbögen sowie steinerne Treppen die hinauf führen.

Weitere Fotos zu den 3 Wanderungen sind in den komoot Wanderbeschreibungen zu finden.